Der Umzugstag in seiner üblichen Reihenfolge
Ein Wohnungsumzug zerfällt in fünf Blöcke: Demontage, Beladen, Fahren, Entladen, Aufbau. Wir beginnen mit den Möbeln, die auseinandergehen müssen, weil sie sonst später den Flur blockieren. Danach wandern Kartons und Kleinteile in den Wagen, zuletzt die großen Stücke, die am Zielort zuerst wieder herauskommen sollen. Diese Reihenfolge klingt nebensächlich, entscheidet aber darüber, ob am Nachmittag zweimal umgestapelt wird. Wer einmal einen halb beladenen Wagen wieder ausräumen musste, kennt den Unterschied.
Wie lange das dauert, hängt an drei Größen: Menge, Etage und Trageweite. Zwei Etagen ohne Aufzug verdoppeln die Zeit nicht, sie verlängern jeden einzelnen Gang um rund eine Minute, und bei zweihundert Gängen sind das mehr als drei Stunden. Deshalb zählen wir beim Aufmaß Kartons und Möbelstücke ab, statt aus der Wohnungsgröße zu schließen. Aus dieser Zählung ergibt sich der Zeitrahmen, der später im Angebot steht.
- Aufmaß vor Ort, Menge und Zufahrt werden aufgenommen
- Angebot mit Fahrzeug, Besetzung und Zeitrahmen, bevor Sie zusagen
- Kartons kommen vorab, beschriftet wird nach Zielraum
- Am Umzugstag Demontage, Beladen, Fahrt, Entladen, Aufbau
- Abnahme der neuen Wohnung mit Ihnen, dann Übergabe der alten
Zimmerzahl ist eine Schätzung, Kubikmeter sind die Rechnung
Die gängigen Festpreise sind nach Zimmern gestaffelt, weil danach gefragt wird. Gerechnet wird trotzdem in Kubikmetern Ladung. Zwei Haushalte mit derselben Zimmerzahl liegen leicht zwanzig Kubikmeter auseinander, wenn einer zwölf Jahre in derselben Wohnung gelebt hat und der andere zwei. Die Tafel unten zeigt, welche Ladungsmenge wir hinter welcher Wohnungsgröße erwarten, und genau diese Annahme prüfen wir beim Aufmaß nach. Erst danach steht fest, welches Fahrzeug wir einplanen.
Weicht die tatsächliche Menge ab, sagen wir das vor der Zusage und nicht am Umzugstag. Nach oben heißt das ein größeres Fahrzeug oder eine zusätzliche Kraft, nach unten ein kleinerer Betrag. Wer lieber nach Zeit abrechnet, kann das ebenfalls haben; die Stundensätze für Träger, Transporter und Möbelkoffer stehen auf der Seite /preise. Wer selbst packt und selbst abbaut, senkt die Stundenzahl und damit den Betrag, der am Ende in Rechnung geht.
Keller, Dachboden und Garage werden regelmäßig vergessen
In den Ortsteilen gehört zu vielen Häusern mehr als das Wohngebäude. Ein Schuppen, eine Garage, ein Dachboden über der Scheune, dazu ein Keller, in dem seit dem Einzug Einmachgläser und Fahrräder stehen. Diese Räume tauchen in keiner Wohnfläche auf, machen aber häufig ein Drittel der Ladung aus. Wir messen sie deshalb getrennt auf und weisen sie im Angebot als eigene Position aus. Was dort steht, ist beim Aufmaß deshalb als Erstes an der Reihe.
Das hat zwei Gründe. Erstens sehen Sie so, was der Nebenraum wirklich kostet, und können entscheiden, ob der Inhalt mitkommt. Zweitens lässt sich der Teil sauber abtrennen, wenn stattdessen entrümpelt werden soll. Was gehen soll, muss nicht in den Wagen; was in den Wagen soll, wird verpackt. Wer beides früh trennt, verliert am Umzugstag keine Zeit mit der Frage, ob eine Kiste noch mitfährt oder stehen bleibt.
- Keller: Regale, Einweckgläser, Reifen, Werkzeug, Fahrräder
- Dachboden: Koffer, Kartons, alte Möbel, oft über eine Bodenluke
- Garage und Schuppen: Gartengerät, Farben, Leitern, Rasenmäher
- Außenbereich: Gartenmöbel, Kübelpflanzen, Grill, Anhänger
- Vorräte und Flüssiges reisen getrennt, nicht zwischen Polstermöbeln
Kinder und Haustiere am Umzugstag
Ein Umzugstag ist für Kinder ein langer Tag mit offenen Türen, fremden Leuten und ohne feste Ordnung. Wo es geht, ist der Tag leichter, wenn die Kinder woanders sind und erst zum fertigen Kinderzimmer dazukommen. Geht das nicht, bauen wir das Kinderzimmer als Erstes wieder auf und halten einen Raum frei, durch den nicht getragen wird. Sagen Sie uns das bei der Anfrage, es kostet nichts und ändert die Reihenfolge.
Bei Hunden und Katzen gilt dasselbe schärfer. Katzen verschwinden, wenn stundenlang die Haustür offen steht, und in einer Ortslage mit Feldern und Wald ringsum ist die Suche danach mühsam. Wir bitten deshalb darum, Tiere in einem Raum unterzubringen, den wir zuletzt räumen, oder sie für den Tag außer Haus zu geben. Transportboxen fahren nicht im Möbelwagen mit. Sie fahren im Auto mit, zusammen mit Wasser, Napf und einer vertrauten Decke.
Die alte Wohnung übergeben
Nach dem Entladen ist der Umzug nicht zu Ende. In der alten Wohnung stehen Dübel in den Wänden, im Flur liegt Verpackungsmaterial, und der Vermieter erwartet besenrein. Wir nehmen unsere Decken, Gurte und Leihkartons wieder mit, kehren durch und laden auf Wunsch das mit, was nicht mitkommen soll. Für größere Mengen ist die Entrümpelung der passende Auftrag, weil dort nach Kubikmeter gerechnet wird. Was danach noch übrig bleibt, sehen wir vor der Abfahrt gemeinsam durch.
Zählerstände, Schlüssel und das Übergabeprotokoll bleiben Ihre Sache, wir sind dabei kein Zeuge. Wer den Termin mit dem Vermieter auf den Folgetag legt, hat den Kopf frei und kann in Ruhe nachsehen, was noch in Fensterbänken und Einbauschränken liegt. Kommt ein Zuschlag hinzu, ist er im Angebot beziffert, bevor Sie zusagen. Fällt am Umzugstag etwas Ungeplantes an, halten wir vorher Rücksprache. Für Ziele im Landkreis Oberhavel und in den angrenzenden Gemeinden des Barnim stellen wir keine getrennte Anfahrt in Rechnung. Liegt ein Ziel weiter draußen, steht der Anfahrtsbetrag vorab im Angebot.
Wohnungsgröße, erwartete Ladung und Festpreis
| Wohnung | Wohnfläche | Ladung und Festpreis |
|---|---|---|
| 1 Zimmer | bis 35 m² | rund 15 m³, ab 289 € |
| 2 Zimmer | 35 bis 60 m² | rund 25 m³, ab 389 € |
| 3 Zimmer | 60 bis 85 m² | rund 40 m³, ab 769 € |
| 4 Zimmer | 85 bis 110 m² | rund 55 m³, ab 799 € |
| 5 Zimmer | ab 110 m² | ab 70 m³, ab 1.080 € |
| Die Kubikmeter sind Erfahrungswerte und werden beim Aufmaß nachgeprüft. In allen Beträgen steckt die Mehrwertsteuer. Was nach dem Aufmaß im Angebot steht, gilt bis zur Rechnung. | ||